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Mehmed VI. (1337-1341/1918–1922)


Die 1920 erfolgte Einrichtung des französischen Mandates über Syrien und Libanon und des britischen Mandates über Irak und Palästina trennte de facto diese Gebiete vom Osmanischen Reich ab; insbesondere der Vertrag von Sèvres beschäftigte sich mit der Aufteilung Kleinasiens unter den Siegermächten.

Ähnlich wie schon 6 Jahre zuvor hatte sich in der griechischen Intellektuellenschicht die Vorstellung einer “großen Idee des Griechentums” (megaló Idéa) mit dem Ziel verbreitet, alle ehemals byzantinisch-griechischen Gebiete zu Griechenland zu gewinnen. Dieses Experiment endete mit der sogenannten “Kleinasiatischen Katastrophe” durch die Hunderttausende von Griechen und Türken zu Flüchtlingen wurden, als 1922 der griechisch-osmanische Krieg mit der Niederlage der griechischen Invasionsarmee endete. Zugleich musste Sultaan Mehmed VI. flüchten, um nicht den griechischen Truppen in die Hände zu fallen. 1923 wurde der Friedensvertrag von Lausanne geschlossen und zugleich durch die Jungtürken die Gründung der Republik Türkei herbeigeführt; erster Präsident war Mustafa Kemal Atatürk. Doch erst ein Jahr später war die Zeit reif, dass die Jungtürken ohne größere Aufstände und Umstände die Abschaffung der Chilaafah verkünden konnten. Mit der Abreise von Mehmed VI. ins Exil endete somit offiziell die Geschichte des Osmanischen Reiches.