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Sollte ich das rituelle Gebet in Gemeinschaft in der Moschee oder zu Hause zusammen mit meinem Mitbewohner verrichten?


Frage:

Ich wohne in einer 2er WG in unmittelbarer Nähe von einer Moschee. Ich habe, alhamdulillaah, die Möglichkeit regelmäßig das Nacht- und Morgengebet in der Moschee zu verrichten. Jedoch schaffe ich es nicht meinen Mitbewohner zu überzeugen, mich zu begleiten. Bis vor einigen Wochen hat er die Gebete zu Hause verrichtet. Mittlerweile ist es aber so, dass er die Gebete stark vernachlässigt und Schwierigkeiten hat überhaupt zu beten. Ich frage mich ob ich aufhören sollte für das Nacht- und Morgengebet in die Moschee zu gehen und ob ich stattdessen die Gebete lieber zu Hause mit meinem Mitbewohner verrichten sollte. Dadurch könnte ich ihn unterstützen und er würde wenigstens diese beiden Gebete regelmäßig beten. Ich weiß allerdings auch, dass am Tag der Abrechnung jeder für sich selbst verantwortlich ist und somit bin ich mir unsicher, was das richtige Vorgehen ist. Außerdem habe ich Angst, dass ich (durch das Fernbleiben von der Moschee) gewaltigen Lohn einbüße und dass ich die positiven Auswirkungen, die diese Gebete auf mein Spiritualität haben, verliere.

Antwort:

Mit dem Namen ALLAAHs, Des Gnadenden, Des Allgnädigen!
Alles Lob gebührt ALLAAH, Dem wahren Herrn und Schöpfer! Seine Gnade und Sein Frieden mögen dem Gesandten Muhammad zuteilwerden, dem Gesandten der Milde und der Barmherzigkeit zu allen Geschöpfen.

Da die Teilnahme an dem Gebet in Gemeinschaft eine Sunnah-Handlung ist, doch dass Etablieren des rituellen Gebets eine Fard-Handlung ist, so ist es für dich wichtiger und vorzüglicher, deinen Mitbewohner beim Verrichten der rituellen Gebete zu unterstützen.

Und ALLAAH weiß es am Besten!

Fatwa-Kommission islam-wissen.com