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Ist das nicht Verrichten der rituellen Sunnah-Gebete eine makruuh-Handlung?


Frage:

Ist das nicht Verrichten der rituellen Sunnah-Gebete eine makruuh-Handlung?

Antwort:

Mit dem Namen ALLAAHs, Des Gnadenden, Des Allgnädigen!
Alles Lob gebührt ALLAAH, Dem wahren Herrn und Schöpfer! Seine Gnade und Sein Frieden mögen dem Gesandten Muhammad zuteilwerden, dem Gesandten der Milde und der Barmherzigkeit zu allen Geschöpfen.

Nach den Hanafiiten werden rituelle Gebete als Sunnah-muakkadah bezeichnet, wenn diese nicht verpflichtend sind und dennoch vom Gesandten (sallal-laahu ‘alaihi wa sallam) nur selten unterlassen wurden; die rituellen Gebete, die er öfters unterließ, werden als Manduub bezeichnet.

Für die Maalikiiten sind die rituellen Nafl-Gebete vor und nach dem rituellen Mittagsgebet, vor dem rituellen Nachmittagsgebet, nach dem rituellen Abend- und Nachtgebet vorgesehen, ohne dass eine Rak’ah-Anzahl dafür bestimmt wird. Es ist ihrer Meinung nach besser, nach jedem rituellen Gebet vier Rak’ah Sunnah-Gebete – außer nach dem rituellen Abendgebet sechs Rak’ah – zu verrichten.

Die Schaafi’iiten und Hanbaliiten nennen die rituellen Sunnah-Gebete, die vor bzw. nach den rituellen Pflichtgebeten verrichtet werden, Sunnah-raatibah سنة راتبة. Beide Fiqh-Schulen unterscheiden in Bezug auf die rituellen freiwilligen Gebete ebenfalls zwischen Sunnah-muakkadah und Nicht-Sunnah-muakkadah.

Das Verrichten einer Sunnah-muakkadah-Handlung wird von Allaah (ta’aala) belohnt werden. Doch diejenigen, die es unterlassen, sündigen nicht.

Und ALLAAH weiß es am Besten!

Fatwa- Kommission islam-wissen.com