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Das Verwenden von Fotos als Beweismittel


Frage:

Eine Schwangere bekam unmittelbar vor der Geburt ihres Kindes eine PDA 1 verabreicht.

Später dann wurde beschlossen, dass sie ihr Kind per Kaiserschnitt zur Welt bringt.

Daraufhin konnte die Frau für vier Stunden nicht ihre Augen öffen, woraufhin die Ärzte in Panik gerieten und weltweit rumtelefonierten, ob dieses Phänomen bekannt ist.

Diese Form der Nebenwirkung ist weltweit unbekannt.

Deshalb haben die Ärzte ihr Gesicht fotografiert, um es als Beweis international verwenden zu können. Erst hieß es, dass nur das Gesicht auf dem Foto zu sehen ist. Doch dann stellte sich heraus, dass der gesamte Kopf auf dem Foto zu erkennen sind. Die Frau trägt normalerweise Kopftuch. Die Ärzte wollen das Foto gerne als Beweis benutzen, aber nur mit ihrer Zustimmung. Sie ist sich unschlüssig, ob das islamisch vertretbar wäre, und hat deshalb bis jetzt nicht zugestimmt.

Wie sollte sie sich verhalten?

 

Antwort:

Mit dem Namen ALLAAHs, Des Gnadenden, Des Allgnädigen!
Alles Lob gebührt ALLAAH, Dem wahren Herrn und Schöpfer! Seine Gnade und Sein Frieden mögen dem Gesandten Muhammad zuteilwerden, dem Gesandten der Milde und der Barmherzigkeit zu allen Geschöpfen.

Gratulation zur Geburt! Möge ALLAAH, der Erhabene, Mutter und Kind Gnade und Frieden zuteilwerden lassen.

Die Frau hat sich richtig verhalten, in dem sie keine Zustimmung für den Gebrauch der Fotos erteilt hat.

Der Krankheitszustand der Frau kann auch mit Worten bestens beschrieben werden. Daher ist ein Foto in diesem Fall überflüssig.

Wenn überhaupt richtet sich die sogenannte medizinische Notwendigkeit für den Gebrauch eines Fotos in diesem Fall auf das Gesicht der Patientin und nicht auf die Haare.

Und ALLAAH weiß es am besten!

Fatwa-Kommission Islam-Wissen.Com

Notes:

  1. https://de.wikipedia.org/wiki/Periduralan%C3%A4sthesie